Ohne Erneuerbare kein grüner Wasserstoff!

Ein Bundeshaushalt, bei dem die planetaren Grenzen nicht auf der Rechnung stehen, ist unverantwortlich. Anstatt mutig in die Zukunft, in postfossiles und klimagerechtes Wirtschaft zu investieren, hängt der Haushaltsentwurf von Bundeswirtschaftsminister Altmaier noch immer an der fossilen Vergangenheit. Diese Mutlosigkeit zeigt sich auch beim Thema Wasserstoff. Denn ohne grünen Wasserstoff ist eine Dekarbonisierung der Industrie kaum möglich. Aber ohne energischen Ausbau der Erneuerbaren kein grüner Wasserstoff.


Denn Wasserstoff ist nicht gleich Wasserstoff! Klimaverträglich ist Wasserstoff nur dann, wenn es mit Erneuerbaren Energien und nicht etwa fossilem Erdgas oder gar Kohle erzeugt wird.  Die Wasserstoff-Strategie der Bundesregierung springt hier deutlich zu kurz.

Die große Herausforderung: Ausreichend grünen Wasserstoff zu produzieren, ohne den Kohleausstieg zu gefährden. Denn allein für diesen fehlt deutschlandweit substantiell grüner Strom. Der Zubau an Windrädern und Solaranlagen für Wasserstoff muss zusätzlich stattfinden. Das macht klar: Ohne den ambitionierten Ausbau der Erneuerbaren Energien und eine zeitliche Steuerung der Wasserstoffproduktion in Zeiten mit ausreichend Wind oder Sonne werden wir den Umbau kaum schaffen.

Einen ökologischen Mehrwert wird Wasserstoff nur haben, wenn wir seine Produktion, Einsatz und Nutzen konsequent mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien denken und gestalten!


Weitere Infos zur Grünen Wasserstoffstrategie findet Ihr auf der Seite der Bundestagsfraktion von Bündnis90/DieGrünen.

Außerdem zeigt unser Antrag “Grüne Wasserstoffstrategie – Erneuerbare Energien als Grundstoff der Energiewende” welche politischen Bedingungen es braucht, um den Einsatz von Wasserstoff langfristig zu einem Mehrwert für den Klimaschutz zu machen.