Fachkräfte: Erfolgsmodell “Westbalkanregelung” nicht deckeln!

Ohne sachlichen Grund will die Bundesregierung die Westbalkanregelung mit jährlichen Kontingenten zurückfahren. Sprich: Die Bundesregierung will den Zuzug von Arbeitskräften aus dem Westbalkan künftig begrenzen. Das hinterlässt nicht nur die Unternehmen mit ratlosem Kopfschütteln, denn die Westbalkanregelung ist ein absolutes Erfolgsmodell.

Westbalkanregelung: ein Erfolgsmodell!

Allein im vergangenen Jahr kamen über 27.000 Arbeitskräfte. Nach einer Studie des Institutes für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) konnte die Regelung den Arbeitskräftemangel damit kräftig lindern und den Wirtschaftsstandort sowie den Sozialstaat durch mehr Beitragszahlende stärken. Vor allem Unternehmen bis 500 Beschäftigte werden mit der geplanten Kontingentierung zu kämpfen haben, denn bei ihnen arbeitete mit 286.000 Beschäftigten der Löwenanteil der insgesamt 340.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus den entsprechenden Ländern, wie die Antwort auf meine schriftliche Frage an die Bundesregierung zeigte.

Im Übrigen erfolgt die Einreise von Arbeitskräften aus den Westbalkanländern schon jetzt nur dann, wenn keine vorrangig berechtigte Person aus Deutschland oder der EU die Stelle ausfüllen könnte.

Unternehmen unterstützen, statt Bedingungen zusätzlich erschweren

Gerade im Hinblick auf die Coronakrise brauchen unsere Unternehmen alle Unterstützung, die sie nur kriegen können. Statt der jetzt dringend notwendigen Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes wird die Änderung der Westbalkanregelung nur Bürokratie und Nachteile für Unternehmen mit sich ziehen. Das ist unsinnig, kurzsichtig und ein komplett falsches Signal.