Industrie 4.0 und Klimaschutz zusammen denken

Wir sind bereits mitten in der Klimakrise – und wollen sie nicht durch die eine planlose Digitalisierung verschärfen. Wir müssen vielmehr Digitalisierung und Industrie 4.0 dafür nutzen, dass wir zu Lösungen für Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften kommen. Dafür müssen wir Digitalisierung und Klimaschutz, müssen wir die digitale und die ökologische Transformation der Industrie zusammen denken.

Die Verbindung zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist genau das, was aber dem FDP-Antrag “Smart Germany – Deutschland als Leitmarkt für Industrie 4.0 etablieren” fehlt.

Aber auch einige richtige Punkte waren im FDP-Antrag zu finden – beispielsweise bei der für die Industrie so wichtigen IT-Sicherheit. Das von der Bundesregierung selbst ausgegebene Ziel, Deutschland zum “Verschlüsselungsland Nummer 1” zu machen, ist in weiter Ferne – vor allem, weil der CSU-Innenminister weiter gegen die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kämpft. Völlig blamiert hat sich in der Debatte übrigens mal wieder die AfD – mit Technologiefeindlichkeit und einer offenbar tief sitzenden Abneigung gegen englische Wörter – auch wenn sie diese in ihren Anträgen auch selbst verwendet. Mehr dazu in der vollständigen Debatte, die hier zu finden ist. 

Bereits in der Generaldebatte zum Haushalt 2020 habe ich in meiner Rede darüber gesprochen, dass die Bundesregierung Digitalisierung und Ökologie endlich zusammen denken muss. Welche Rolle die Digitalisierung bei der ökologischen Transformation von Wirtschaft und Industrie spielen kann, wie digitale Innovationen dem Klimaschutz dienen können, dazu haben mehrere Abgeordnete der grüne Bundestagsfraktion ein Diskussionspapier vorgelegt. Mehr zum Thema auch auf der Seite des Rat für digitale Ökologie.