Elektromobilität im ländlichen Raum Welche Erfahrungen machen E-Autofahrer*innen in Deutschland und in Bayern?

Wie geht es mit der Elektromobilität im ländlichen Raum voran? Wo hängt der Infrastrukturausbau hinterher?

Auf Einladung von Dieter Janecek trafen sich E-Mobil-Fahrerinnen und Fahrer zum ersten Elektromobilitätsstammtisch in Rosenheim. Im Fokus der Diskussion: das leidige Thema Ladeinfrastruktur.

Der Infrastrukturausbau komme zwar erkennbar voran, so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die vielen unterschiedlichen Ladekartenanbieter machen das Tanken unterwegs umständlicher als nötig. Die Bundesregierung und das zuständige Verkehrsministerium hätten es ganz einfach versäumt, sich um ein einheitliches Bezahlsystem zu kümmern, war man sich einig.

„Jetzt herrscht leider ein Bezahlchaos, was für viele potentielle E-Wagen-Fahrer abschreckend wirkt“,

meinte ein E-Wagen-Besitzer. Die Ladesäulen müssen transparenter werden, forderte ein anderer Teilnehmer, es sei ja nicht einmal erkennbar, wenn man Ökostrom lädt.

Verärgert waren so ziemlich alle Anwesenden über die „Säulenblockierer“, insbesondere wenn Benzin- oder Dieselfahrzeuge Ladesäulen blockieren, und das auch noch stundenlang, wie einige berichteten.

Komfortabel sind E-Wägen für Menschen, die auf dem Land leben und die eine eigene Garage haben. Die Autos können über Nacht preiswert geladen werden. Optimal ist es, wenn man dann noch die eigene PV-Anlage auf dem Dach hat und der Strom selbst produziert und zwischengespeichert werden kann. Außerdem fahren die meisten Menschen nur 30–40 km pro Tag, man kommt also locker mit einer Ladung in die Arbeit und wieder zurück.

Fazit: Es gibt noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Dieter Janecek wird künftig in der ganzen Region Südostoberbayern zu Stammtischen für E-Wagen-Fahrerinnen und Fahrer und diejenigen, die es werden wollen, einladen.