LDK-Antrag: Weichen für die emissionsfreie Mobilität von morgen stellen

 

Klimaschutz ohne Verkehrswende, ohne eine Dekarbonisierung der Mobilität, wird
nicht gelingen. In den letzten 25 Jahren haben wir in vielen Sektoren einen Rückgang der CO2-Emissionen erlebt, bei der Stromerzeugung, in der Industrie. Nicht aber so im Verkehrssektor, hier sind die Emissionen seit 1990 sogar leicht angestiegen. Gleichzeitig ist der Verkehr – der fossil angetriebene Straßenverkehr – für einen großen Teil der Luftschadstoffe in unseren Städten verantwortlich.

Höchste Zeit also, dass da was passiert. Deutschland muss endlich umsteuern in der Verkehrspolitik. Die technologischen Chancen sind so gut wie nie, den Straßenverkehr emissionsfrei umzubauen. Dazu brauchen wir aber endlich ambitionierte Ziele und einen klaren Ordnungsrahmen. Derzeit leider Fehlanzeige: Bei der Elektromobilität agiert die Große Koalition in Berlin kraft- und fantasielos und protegiert lieber die Diesel- und Benzin-Fraktion in der Automobilindustrie. Und bei den großen technologischen Umbrüchen – Stichwort Telsa und Google Car – hinken wir in Deutschland hinterher. Eine große Gefahr für den Industriestandort. Und so ein exotisches Ding wie das Fahrrad kommt in Deutschland sowieso nicht vor, zumindest nicht in der Verkehrs- oder gar Industriepolitik.

Wo die Reise im (Straßen)Verkehr aus grüner Sicht hingehen könnte, das versucht der Antrag “Elektrifizierung, Dekarbonisierung, Digitalisierung – Die Verkehrswende auf die Straße bringen” für die kommende grüne Landesdelegiertenkonferenz (15./16.10.) aufzuzeigen.

Auf eine spannende Diskussion in vier Wochen in Schweinfurt. Feedback jederzeit willkommen.