„Lernen was es heißt, Abgeordnete zu sein“ Maike Rösch nahm auf Einladung von MdB Janecek bei "Jugend und Parlament" teil

„Lernen was es heißt, Abgeordnete zu sein und wie das eigentlich so genau läuft mit der Gesetzgebung“, so beginnt der Bericht von Maike Rösch, 17 jährige Schülerin am Deutschhaus-Gymnasium. Die Sprecherin der Grünen Jugend in Würzburg Maike Rösch konnte auf Einladung von Grünen-MdB Dieter Janecek vier Tage am Planspiel “Jugend und Parlament” des Deutschen Bundestages teilnehmen. Vom 13. bis zum 16. Juni 2015 durften da mehrere hundert Jugendliche aus ganz Deutschland die Rolle von Bundestagsabgeordneten einnehmen. An Originalschauplätzen wie dem Reichstag, Ausschussgebäude „Paul-Löbe-Haus“ und den Abgeordnetenhäusern konnten die Jugendlichen Erfahrungen mit Anträgen, Gesetzgebung und Reden sammeln.

Maike Rösch war in der Fraktion der Ökologisch-Sozialen Partei (ÖSP), den Grünen des Planspiels, als Bundestagsabgeordnete „Clara Junike“ unterwegs. Rösch: „Neben Fraktionssitzungen, thematischen Arbeitskreisen und Ausschüssen, die den Großteil der Zeit beanspruchten, hatten wir auch ein wenig Gelegenheit den Bundestag zu erkunden und natürlich politische Diskussionen zu führen. Es war toll unter so vielen politisch interessierten Jugendlichen mit verschiedenen Meinungen zu sein!“

Treffen mit Grünen-MdB Janecek

Auf dem Programm stand auch ein Gespräch mit dem einladenden Grünen-MdB Dieter Janecek (im Bild). Janecek: „Schön, dass Jugendliche solche Erfahrungen machen können und wer weiß, vielleicht wird Maike ja mal in ein politisches Gremium oder Parlament gewählt werden. Die Grundlagen dafür bringt sie allemal mit.“

Als besonders spannend erlebte Maike Rösch das Geschehen in und um den Plenarsaal des Deutschen Bundestags. „Die Tagung dort hatte eine sehr spezielle Atmosphäre, auch am Rednerpult wie ich selbst erfahren durfte“, so Rösch. „Alles in allem waren diese vier Tage eine anstrengende Erfahrung, die ich nicht missen möchte.“ Dankbar ist Maike Rösch allen Mitwirkenden aus Verwaltung und Parlament. Rösch: „Sie taten ihr Bestes um diese Veranstaltung zu organisieren und ich kann nur allen Jugendlichen empfehlen, sich für diese Veranstaltung zu bewerben!“

Maike Rösch

ist 17 Jahre und kommt aus Zeuzleben/Landkreis Schweinfurt. Sie geht aufs Deutschhaus-Gymnasium in Würzburg. Sie ist seit 2 1/2 Jahren Mitglied der Grünen Jugend. Aktuell ist sie Sprecherin der Grünen Jugend Unterfranken, die sie auch mitbegründet hat, und Sprecherin der Grünen Jugend Würzburg. Schwerpunktthema in Würzburg ist derzeit der Öffentliche Nahverkehr (Nachtbuslinien).

Weitere Informationen des Deutschen Bundestages zum aktuellen Planspiel:

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2015/kw24_jugend_parlament/377042

Spannende Debatten bei Jugend und Parlament

„Einmal Abgeordneter sein: 315 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet sind vom 13. bis 16. Juni 2015, in die Rolle von Bundestagsabgeordneten geschlüpft. Bei der Parlamentssimulation „Jugend und Parlament“ konnten sich junge Talente als RednerInnen und PolitstrategInnen im Deutschen Bundestag ausprobieren. Die TeilnehmerInnen übernahmen für vier Tage die Rollen von fiktiven Abgeordneten und simulierten in Berlin professionell vier Gesetzesinitiativen unter realen Bedingungen.

Zwei Plenarsitzungen

Der CDU-Abgeordnete Bernhard Schulte-Drüggelte, Mitglied der Inneren Kommission des Ältestenrates des Bundestages, hat die Jugendlichen am Samstag, 13. Juni, begrüßt. Am Sonntag, 14. Juni, und Montag, 15. Juni, fanden Fraktions- und Ausschusssitzungen in auch sonst dafür genutzten Räumen statt. Die erste Plenarsitzung am Montag, 15. Juni, ab 9 Uhr leitete Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer (CDU/CSU).

Die zweite Plenarsitzung wurde am Dienstag, 16. Juni, ab 9 Uhr von den Bundestagsvizepräsidenten Petra Pau (Die Linke), Edelgard Bulmahn (SPD), Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen), Peter Hintze (CDU/CSU), Ulla Schmidt (SPD) und Johannes Singhammer (CDU/CSU) geleitet.

Vier Gesetzentwürfe

Die fiktiven Fraktionen, auf die sich Nachwuchspolitiker verteilen, hießen Christliche Volkspartei (CVP), Arbeitnehmerpartei Deutschlands (APD) Partei der sozialen Gerechtigkeit (PSG) und Ökologisch-Soziale Partei (ÖSP). Zur Debatte standen fiktive Gesetzentwürfe zur Einführung chancengleicher Bewerbungen für die Behörden des Bundes, zur Schaffung eines Einwanderungsgesetzes, zur Verbesserung des Tierschutzes in der Landwirtschaft sowie zur Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit dem fiktiven Balkanstaat Illyrien.

Ziel der Simulation war es, dass die Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren die Arbeit der Abgeordneten kennenlernen – in Landesgruppen, Fraktionen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Bei der abschließenden Debatte am Dienstag, 16. Juni, waren im Plenarsaal 48 Redner aus den allen Spielfraktionen ans Pult getreten und hatten versucht, Mehrheiten für ihre politischen Anliegen zu gewinnen. Vollbesetzte Besuchertribünen sorgten dabei für wirklichkeitsnahe Bedingungen.

Diskussion mit den Fraktionsspitzen

Im Anschluss an die Parlamentssimulation diskutierten die Jungabgeordneten mit der Vorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt sowie den stellvertretenden Vorsitzenden Nadine Schön (CDU/CSU), Dr. Carola Reimann (SPD) und Dr. Dietmar Bartsch (Die Linke) darüber, wie realitätsgetreu” Jugend und Parlament” die parlamentarische Arbeit abbildet. Es moderierte Bettina Schausten vom ZDF-Hauptstadtstudio.

Den feierlichen Abschluss des Planspiels bildete das Schlusswort von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert. (eis/16.06.2015)“

Hier ein Link zu einem Gesetzentwurf aus dem Planspiel: Chancengleiche Bewerbung

http://www.mitmischen.de/diskutieren/topthemen/politikfeld_bundestag/Jugend_und_Parlament_2015/Gesetzentwuerfe/JuP_2015_Thema_Chancengleiche_Bewerbung.pdf

Noch ein weiterführender Link für Jugendliche zum Planspiel:

http://www.mitmischen.de/diskutieren/topthemen/politikfeld_bundestag/Jugend_und_Parlament_2015/Hintergrund/index.jsp