Pressemitteilung: 10H-Regelung jetzt kippen – Netzausbaubedarf reduzieren

Berlin, 22. April

Zur Debatte um den Bau neuer Stromtrassen und der aktuellen Kritik von Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur, am Blockadekurs Seehofers erklärt Dieter Janecek, wirtschaftspolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion:

„Seehofer muss sich entscheiden – entweder für den Ausbau der Windkraft oder für mehr Stromtrassen. Bleibt die CSU bei ihrem Blockadekurs bei der Windkraft, dann läuft der Trassenausbau eher auf 2 Plus X statt 2 Minus X hinaus. Je höher der Zubau an Windkraft in Bayern, desto geringer der Bedarf an neuen Stromtrassen – so einfach ist die Rechnung.

Der Chef der Bundesnetzagentur machte in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie nochmals deutlich: Die 10H-Regelung in Bayern führt zu einem verstärktem Trassenbedarf. Den Bürgerinnen und Bürgern, die Seehofer angeblich schützen will, erweist er so einen Bärendienst. Die 10H-Regelung muss schnellst möglich wieder weg.

Die Energiewende braucht den Netzausbau – ohne Netzausbau droht Bayern eine deutlich teurere Sonderstromzone. Ziel einer verantwortungsbewussten Energiepolitik muss es sein, den nötigen Netzausbau auf ein Minimum zu reduzieren – und das gelingt nur mit mehr Windkraft in Bayern.“