Die Woche im Wahlkreis – Rückblick und Themen fürs nächste Jahr

Nach zwei Sitzungswochen in Folge war ich der vorletzten Novemberwoche endlich mal Zeit für den Wahlkreis, mit ein paar interessanten Terminen. Sonntag, 16.11. stand ein lockerer Austausch mit der grünen Basis im Wahlkreisbüro auf dem Plan. Ein gutes Jahr nach der Bundestagswahl eine passende Gelegenheit, mit Basismitgliedern aus München Bilanz zu ziehen. Mit dabei war ein Filmteam des BR, um O-Töne der Basis im Vorfeld der Bundesdelegiertenkonferenz aufzunehmen. Gesendet wurde das Material dann nicht – da war die Bräustüberl-Runde von Beppo Rzehak und der Besuch der bayerischen Landtagsfraktion bei Winfried Kretschmann in Stuttgart vermutlich spannender.

Nach guten Diskussionen mit den Transformateuren am Montagvormittag stand nachmittags die Team-Klausur auf der Agenda. Natürlich fehlte auch her der Rückblick auf die letzten 12 Monate nicht, Schwerpunkt waren aber die Themen, die uns 2015 beschäftigen werden: Ressourcenwende, Industrie 4.0, Green Car und die grüne Digitale Agenda.

Spannend und durchaus kontrovers ging es dann am Dienstagabend. Mit Fabien Nestmann, dem Sprecher von Uber Deutschland, habe ich zum Thema Share Economy zwischen sozialer Innovation und Plattformkapitalismus diskutiert. War ein guter Abend – mit vielen Beiträgen und Fragen, natürlich auch kritischen, aus dem Publikum.

Fast schon „gegrillt“ wurde ich am Donnerstagvormittag von den Schülerinnen und Schülern des Adolph-Weber-Gymnasiums in Neuhausen in München. Ich war dort eingeladen anlässlich des 25. Jahrestags der Unterzeichnung der UN-Kinderrechtskonvention. Die rund 150 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 12 hatten sich intensiv mit den Themen Kinderarbeit und dem Zugang zu Wasser als Menschenrecht befasst. Und wollten natürlich von mir wissen, was Politik zum Schutz von Kinderrechten weltweit machen kann und wie sie sich auch selbst konkret für Kinderrechte einsetzen können. Mir hat die Hartnäckigkeit der Kinder und Jugendlichen in der Diskussion gefallen – was ich ihnen nicht liefern konnte war eine einfache Antwort, wie es geht: Einen Schalter umlegen und damit die Kinderarbeit weltweit abschaffen, das geht leider nicht. Wir müssen unser Konsumverhalten (Stichwort Billig-Textilen aus Bangladesch, Konfliktmineralien aus dem Kongo für Smartphones) reflektieren und ändern, politisch die richtigen Rahmenbedingungen setzen, national und international, die Zivilgesellschaft in Schwellenländern stärken, den Ländern des globalen Südens einen fairen Marktzugang ermöglichen und gemeinsam angemessene Umwelt- und Sozialstandards durchsetzen. Ein langer Weg. München TV war vor Ort und hat von der Veranstaltung berichtet.