Unterwegs in München und Miesbach

Zwischen Medienkompetenz, digitaler Revolution und Braukunst – meine Termine an den letzten beiden Septembertagen in München und Oberbayern waren bunt. Besonders gefreut habe ich mich über den Besuch von Cem Özdemir.

Ein fast typischer Montag im Wahlkreis

Montagmorgen ging es los mit einem Termin in der Kita Kinderfreunde e.V. – einer sehr schönen Einrichtung in der Albrechtstraße in Neuhausen. Microsoft Deutschland hatte mich eingeladen, den Kindern ein Tablett mit der Lernsoftware „Schlaumäuse“ zu überreichen. Die haben sich gefreut über das „ipad“ – wie die jungen Technik-kundigen gleich fast richtig festgestellt haben – und hatten sichtlich Spaß „im Land der Sprache“. Zum Hintergrund: mit der Initiative Schlaumäuse setzt sich Microsoft für die Vermittlung von vorschulischer Sprachkompetenz ein. Ich bin Open-Source-Fan, aber diese Initiative von Microsoft unterstütze ich gerne.

In der Kita Kinderfreunde e.V.

Kontroverser ging es weiter beim Gespräch zu Uber. Der Limousinen-und Taxidienst machte jüngst Schlagzeilen, der Gesprächstermin war bereits seit Monaten vereinbart. Meine Einschätzung: bei Uber gibt es gravierende Problem, über die wir reden müssen: Arbeitsbedingungen der Fahrer, Versicherungsschutz und auch die Frage, wie sich Uber mit dem Taxi-Gewerbe. Mit „Verbieten“ kommen wir aber nicht zu einer langfristigen Lösung. Wie Jeremy Riffkin unlängst in Berlin feststellte: Uber kann man heute verbieten, in einem halben Jahr taucht dann ähnliches Unternehmen auf. Der Diskussion um veränderte Mobilität und neue Nutzungskonzepte müssen wir uns stellen. Mir geht es darum zu überlegen, wie wir die Innovationskraft von App-gestützter Mobilität sinnvoll nutzen können.

Im Anschluss traf ich mich noch mit dem neuen indischen Generalkonsul Sevala Naik. Er formulierte das starke Interesse Indiens an einer engen Zusammenarbeit mit Deutschland und der EU und erläuterte auch, wie Indien sein Wachstum nachhaltig meistern will. Zumindest im Bereich Erneuerbare Energien wären die Rahmenbedingungen gut – und in der Landwirtschaft das Potenzial erheblich.

Unterwegs mit dem deutschen Bierbotschafter 2014

Nach verschiedenen Presseterminen – rausgekommen ist unter anderem dieser Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung – und internen Gesprächen war ich dann abends noch zu Gast bei den grünen OVs Sendling und STOFF (Solln, Thalkirchen, Obersendling,Forstenried und Fürstenried) – Thema unter anderem die Green Economy. Gute, spannende Gespräche – passend zum aktuellen Thesenpapier, das ich gemeinsam mit Gerhard Schick veröffentlich habe.

Im Landratsamt Miesbach mit Sigi Hagl, Wolfgang Rzehak, Klaus Thurnhuber (2. stv. Landrat), Ingrid Pongratz (stv. Landrätin) und Cem Özdemir (v.l.).

Am nächsten Tag war der grüne Bundessprecher Cem Özdemir zu Besuch. Gemeinsam mit ihm und Sigi Hagl, meiner Kollegin im bayerischen Landesvorstand, ging es nach Miesbach zu Wolfgang „Beppo“ Rzehak, dem ersten grünen Landrat Deutschland. Nach einem Gespräch im Landratsamt – Themen waren unter anderem das starke Bevölkerungswachstum im Landkreis, Bildungs- und Flüchtlingspolitik sowie die in der Region starke Bio-Landwirtschaft – trug sich Cem Özdemir ins Goldene Buch des Landkreises ein (ausführlich nachzulesen hier).

Vorm Richelbräu mit Günther Baumman (2. v.l.)

Vorm Richelbräu mit Günther Baumman (2. v.l.)
Cem Özdemir ist nicht nur Bundessprecher von Bündnis 90/Die Grünen, sondern auch Bierbotschafter des Jahres 2014, ernannt vom Deutschen Brauer-Bund. Da lag ein Brauerei-Besuch in München nahe. Unweit des zeitgleich stattfindenden Oktoberfests besuchten wir die genossenschaftlich organisierte Mikro-Brauerei Richelbräu (Richelstraße 26) in meinem Wahlkreis. Die gut 25 Hobby-Brauer vom Richelbräu machen nicht nur hervorragendes Bier, die Hausbrauerei hat sich auch als beliebter Veranstaltungsort und alternativer Kulturtreff zu etabliert.

Um Bier ging es dann auch abends, in der Münchner Runde zum Oktoberfest. Meine Botschaft: gerne mal ein gutes Bier und gerne auch bayerische Tradition, aber mit Blick aufs Oktoberfest müssen wir uns schon fragen, welchen Umgang mit Alkohol wir da als Tradition verkaufen. Zum Missverhältnis zwischen der strafrechtlichen Verfolgung von Cannabiskonsum selbst bei kleinsten Mengen und dem öffentlichen Zelebrieren von Alkoholkonsum habe ich in den letzten Wochen ja bereits mehrfach adressiert.

In der Münchner Runde
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