Seehofer steht kurz vor dem totalen Blackout

Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute über ein Papier aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium. Darin werden mehr Stromtrassen gefordert als derzeit geplant sind. Die Position steht im Widerspruch zur Forderung des Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der ein Trassen-Moratorium fordert. Dazu erklärt der Landesvorsitzende Dieter Janecek:

“Horst Seehofers Energiepolitik steht kurz vor dem totalen Blackout. Erst stoppt er den Windkraftausbau, dann blockiert er Pumpspeicher, jetzt torpediert er die neuen Stromtrassen gegen den Rat seines eigenen Fachministeriums. Seehofer hat keinen Plan und keine Idee für die Energiewende, er wird nur noch angetrieben von Willkür und taktischen Winkelzügen. Bayern steht vor großen Aufgaben in der Energiepolitik. In den nächsten acht Jahren gehen vier Atomkraftwerke vom Netz, die fast die Hälfte des Stroms im Freistaat erzeugen. Dafür brauchen wir Ersatz, der sicher, sauber und bezahlbar ist. Die Umstellung auf hundert Prozent erneuerbaren Strom ist die einzige Lösung, die langfristig diese Kriterien erfüllt. Dafür brauchen wir genau das, was Seehofer ausbremst: Windkraft, Speicher und neue Leitungen, die Windstrom vom Norden in den Süden und Sonnenstrom vom Süden in den Norden transportiert. Wer das nicht will, setzt den Atomausstieg aufs Spiel. Es ist erstaunlich, dass in der CSU niemand den Mut hat, dem Null-Leiter Horst in die Parade zu fahren, obwohl er gerade mit der Axt an der Wurzel der künftigen Energieversorgung herum fuhrwerkt.”