Drogenpolitik

  • 05.05.2016

    Auf dem Schwarzmarkt gibt es kein Reinheitsgebot

    Vor ein paar Tagen hat Deutschland das fünfhundertjährige Bestehen des Reinheitsgebotes gefeiert. Cannabis-Konsument*innen können von einem funktionierenden Verbraucherschutz nur träumen. Auf dem Schwarzmarkt gibt es kein Reinheitsgebot. Dabei ist längst bekannt: Die Tatsache, dass eine Substanz illegal ist, wirkt sich weder auf die Nachfrage noch auf das Angebot in relevanter Weise aus. Trotzdem reagiert die Politik mit der alten, nicht-bewährten Mischung aus Repression, Stigmatisierung und Problemverlagerung.
  • 21.01.2016

    Pressemitteilung: Polizei entlasten – repressive Drogenpolitik beenden

    Die Polizei ist überlastet, auch in Bayern. Gerade jetzt wäre es an der Zeit, Schluss zu machen mit einer repressive Drogenpolitik, die nur unnötig Personal und Ressourcen bei Polizei und Justiz bindet, ohne einen Mehrwert für unsere Sicherheit zu schaffen. Das Ziel des Bürgerbegehrens zur Cannabis-Legalisierung war richtig.
  • 13.05.2015

    Gemeinsame Erklärung: Dr. Joachim Pfeiffer (CDU) und Dieter Janecek (GRÜNE) befürworten regulierte Freigabe von Cannabis

    In einer gemeinsamen Stellungnahme befürworten die beiden wirtschaftspolitischen Sprecher Dr. Joachim Pfeiffer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Dieter Janecek von der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Schaffung eines legalen und staatlich regulierten Marktes für Cannabis als Genussmittel. An der Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit der bisherigen Verbotspolitik lassen die beiden Politiker erhebliche Zweifel aufkommen.
  • 18.03.2015

    Falsche Bierbilanz auf dem Oktoberfest – der Skandal liegt an anderer Stelle

    Knapp 7,7 Millionen Mass wurden 2014 auf dem Oktoberfest getrunken – rund 1,2 Millionen Mass mehr als ursprünglich von der Landeshauptstadt München bekanntgeben. Damit stieg der Bierumsatz innerhalb von zehn Jahren um 26 Prozent, während die Besucherzahlen eher moderat um sieben Prozent zugenommen haben. Ein Skandal? Eher nicht. Der Skandal ist ein anderer: unsere unehrliche Drogenpolitik.
  • 20.01.2015

    Tragischer Tod von Cannabis-Patient: Staatsregierung muss bayerische Drogenpolitik überprüfen

    Der Cannabis-Patient Robert Strauss aus Augsburg verstarb vergangenen Mittwoch im Alter von 50 Jahren. "Der Fall Strauss muss zu denken geben", erklärt der Münchner Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek. "Strauss litt nicht nur unter einer schweren chronischen Erkrankung, er wurde auch Opfer einer verfehlten bayerischen Drogenpolitik, die Schmerzpatienten kriminalisiert und ihre effektive Behandlung mit Cannabis zu verhindern versucht. Der tragische Fall sollte die bayerische Staatsregierung wachrütteln."
  • 12.12.2014

    Focus-Interview zur Legalisierung von Cannabis

    Focus online hat mich zur Legalisierung von Cannabis gefragt - zu Prävention und Aufklärung bei Jugendlichen, den Gefahren des derzeit existierenden Schwarzmarktes und dem ökonomischen Potenzial einer Cannabissteuer. Hier geht`s zum Interview bei Focus online
  • 06.10.2014

    Unterwegs in München und Miesbach

    Zwischen Medienkompetenz, digitaler Revolution und Braukunst – meine Termine an den letzten beiden Septembertagen in München und Oberbayern waren bunt. Besonders gefreut habe ich mich über den Besuch von Cem Özdemir.
  • 01.10.2014

    Zu Gast in der Münchner Runde - aktuelles Thema Wiesn

    Gestern zu Gast in der Münchner Runde - mit Petra Perle, Rainer Maria Schießler, Markus Söder und Gabriele Weshäupl in der Diskussion. Thema: Zwischen Tradition und Kommerz - Was bedeutet uns die Wiesn? Die ganze Sendung vom 30.9. ist in der Mediathek des BR abrufbar.
  • 13.08.2014

    Freedom to consume? Let's have greater trust in personal responsibility

    In Munich, we celebrate unrestricted consumption of alcohol not only every four years, but each and every year on a grand scale. In the Rhineland, Koelsch and Alt beers are as much a part of Karneval season as the Dreigestirn and red noses. We want to know why our authorities appear to have so few reservations when it comes to alcohol on the one hand, while on the other, concerns regarding cannabis are so great. Justification of discrimination against different substances must be rooted in principles that are non-ideological, scientific and comprehensible. We have doubts about a drug policy in which success is defined by an unrealistic ideal of complete abstinence, at least in terms of illegal substances.
  • 09.08.2014

    Wie frei ist unser Konsum? Für mehr Eigenverantwortung in der Drogenpolitik

    In München zelebrieren wir den uneingeschränkten Drogenkonsum jedes Jahr in ganz großem Stil auf dem Oktoberfest. Im Rheinland gehören Kölsch und Alt zum Karneval dazu wie Dreigestirn und Pappnas. Wir möchten wissen, warum wir zwar einerseits so wenige Berührungsängste mit Alkohol haben, andererseits aber die Vorbehalte gegenüber Cannabis so groß sind. Eine Rechtfertigung der Diskriminierung von unterschiedlichen Substanzen muss auf ideologiefreien, wissenschaftlichen und nachvollziehbaren Kriterien beruhen. Wir zweifeln auch an einer Erfolgsdefinition von Drogenpolitik, die sich zumindest im Bereich der illegalen Substanzen am irrealen Idealbild vollkommener Abstinenz orientiert.
  • 30.04.2014

    A pot of cash?

    It could cost us nothing to curb violence, corruption and crime, with a legal policy that not only focuses on the needs of citizens but also makes a financial contribution to public welfare for once. No, we haven’t all been smoking too much pot. Adopting this approach would show that we had finally grasped what a sensible drug policy might look like ...
  • 17.04.2014

    Kiffen für die Kassen

    Wenn Eindämmung von Gewalt, Korruption und Kriminalität keine Kosten verursacht und die Ausrichtung der Rechtspolitik an den Bedürfnissen der BürgerInnen ausnahmsweise noch einen finanziellen Beitrag zum Gemeinwesen leistet, dann haben wir nicht alle zusammen zu viel geraucht, sondern begreifen, wie eine vernunftgeleitete Drogenpolitik aussehen könnte ...