Werden Fake News die nächsten Wahlen bestimmen? - Fachgespräch im ADA

02.02.2017
Fachgespräch zum Thema „Fake News, Social Bots, Hacks und Co"

Werden Fake News die kommenden Bundestagswahlen bestimmen? Wird die öffentliche Meinung im Netz nicht mehr erkennbar, weil Social Bots Stimmungen überzeichnen und angebliche Mehrheitsmeinungen konstruieren?

Prozesse der politischen Meinungsbildung und Wahlentscheidungen haben sich noch nie frei von äußeren Einflüssen vollzogen, sie sind im Gegenteil auf externe Informationen, fremde Ideen und den Austausch mit anderen angewiesen. Je mehr wir uns allerdings im Internet informieren, Meinungen im digitalen Raum erzeugt und diskutiert werden, desto mehr sollten wir über die dort wirkenden Mechanismen und Phänomene Bescheid wissen. Von zunehmender Unsicherheit zeugt, dass Begriffe wie Hate Speech, Fake News, Social Bots, Hacks und Cyberangriffe aktuell ebenso durcheinander geworfen werden wie halb ausgegorene und undifferenzierte Regulierungsvorschläge.

Um die Souveränität demokratischer Willensbildung, wie wir sie kennen, auch im digitalen Raum zu erhalten, müssen wir die Dynamiken, die Akteure und die dahinter liegende Kommunikationspsychologie besser verstehen. Wieso erreichen gerade Lügen eine so große Reichweite im Netz? Wie können wir wissen, ob wir gerade mit einem Menschen oder einem Computerprogramm kommunizieren? Welche Phänomene sollten wir mit Blick auf die anstehenden Bundestagswahlen besonders im Blick haben?

Letzte Woche haben wir im Rahmen des Ausschusses für Digitale Agenda deshalb Sachverständige zum Thema „Fake News, Social Bots, Hacks und Co. – Manipulationsversuche demokratischer Willensbildungsprozesse im Netz“ in den Bundestag eingeladen.

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